Angela Merkel trifft sich mit Deutschlands „Protest-Bauern“

Tausende verärgerte deutsche Bauern haben in den letzten Wochen die Städte zum Erliegen gebracht. Jetzt versucht Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihre Besorgnis über neue Regelungen zum Schutz von Umwelt und Tieren zu zerstreuen. Bundeskanzlerin Angela Merkel führt am Montag Gespräche mit rund 40 landwirtschaftlichen Organisationen, um Maßnahmen zu finden, um ihre Bedenken hinsichtlich des Agrarreformpakets der Regierung auszuräumen. Das Paket sieht eine Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und Insektiziden vor. Es enthält auch Pläne zur Begrenzung des Einsatzes von Düngemitteln zur Bekämpfung der Nitratbelastung im Grundwasser und zum Verbot des umstrittenen Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat bis 2023 zum Schutz der Insektenpopulationen. Wütende Landwirte sagen jedoch, dass die Umweltschutzmaßnahmen zu weit gehen und ein existenzielles Risiko für ihre Betriebe darstellen. “Wir können so nicht weitermachen, denn Überregulierung ist das Letzte, was wir brauchen”, sagte ein Bauer aus der Region Nordhorn nahe der deutsch-niederländischen Grenze der DW letzte Woche. “Wir sind nicht bereit zu akzeptieren, was die Spitzenleute von uns erwarten, ohne uns vorher zu konsultieren.” Viele sagen auch, dass sie es satt haben, sich auf die Landwirtschaft einzulassen, oder dass sie die Feindseligkeit der Öffentlichkeit gegenüber den Landwirten empfunden haben, die sie laut eigenen Angaben als Bösewichte im Kampf gegen den Klimawandel betrachtet hat. Zu den Missständen der Landwirte zählen auch Freihandelsabkommen, die sie ihrer Meinung nach benachteiligen.

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