Zaun entlang der dänisch-deutschen Grenze fertiggestellt

Der Zaun soll verhindern, dass Wildschweine die Schweinepest auf die lukrative Schweinefleischindustrie Dänemarks übertragen. Aber Kritiker sagen, dass es nicht funktionieren wird und eine symbolische Geste ist.
Dänemark schließt am Montag einen umstrittenen Grenzzaun mit Deutschland ab, um seine riesige Schweinefleischindustrie vor Wildschweinen zu schützen, die die afrikanische Schweinepest übertragen könnten. Rund 5.000 Schweinefarmen exportieren jährlich 28 Millionen Schweine, was der Hälfte der dänischen Agrarexporte und 5% aller Exporte entspricht, so der dänische Landwirtschafts- und Lebensmittelrat. Der 1,5 Meter hohe und einen halben Meter tiefe Zaun kostete 11 Millionen Euro. Er verläuft entlang der gesamten deutsch-dänischen Grenze vom Wattenmeer im Westen bis zur Flensburger Förde im Osten. Kritiker sagen, es sei eine Geldverschwendung, die gegen ein nicht vorhandenes Problem nicht funktioniert, während Umweltschützer Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das Ökosystem geäußert haben. Der Zaun ist auch ein Symbol für die dänische Rechte, die an harten Grenzen interessiert ist und Migranten fernhält.

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