Irak: Ministerpräsident Abdel Mahdi setzt Krisenstab des Militärs ein

Der Irak wird immer noch demonstriert – gegen seine eigene Regierung und den Iran. Der irakische Premierminister versucht nun, “Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen”. Die irakische Regierung hat angesichts anhaltender Unruhen ein militärisches Krisenteam gebildet. Die Militärführung teilte mit, dass auf Befehl von Premierminister Adel Abdel Mahdi mehrere Militärkommandeure in das Krisenteam berufen worden seien, um “Sicherheit und Ordnung in den südlichen Provinzen des Landes wiederherzustellen”. Sie hatten die Aufgabe, die dortigen Gouverneure zu unterstützen und die Sicherheitskräfte und Soldaten vor Ort “zu kontrollieren”. Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Sie wurden erschossen, als Sicherheitskräfte zwei besetzte Brücken in der Stadt Nassirija räumen ließen, teilten Rettungskräfte und Polizeivertreter mit. Ungefähr 200 weitere Demonstranten, die die Brücken blockierten, wurden verletzt. Abdel Mahdi setzte daraufhin den örtlichen Militärbefehlshaber Jamil al-Shummari nieder und die Behörden verhängten eine Ausgangssperre in Nassirija. Zuvor waren bei Protesten in Nadschaf vier Menschen ums Leben gekommen – etwa 20 wurden verletzt. Demonstranten hatten das iranische Konsulat in der südirakischen Stadt in Brand gesteckt. Die Regierungen des Irak und des Iran hatten den Angriff verurteilt. Die iranische Regierung hat den Irak aufgefordert, “verantwortungsbewusst, stark und effektiv” zu reagieren. In Bagdad starben zwei Demonstranten.

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