Malta: Fall Caruana Galizia – Täter sollen 150.000 Euro aus Regierungskreisen erhalten haben

Bei den Ermittlungen zur Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia werden weitere Details über die Attentäter öffentlich. Die EU entsendet Beobachter nach Malta. Der Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia soll in Auftrag gegeben worden sein. Laut einer Person aus Regierungskreisen haben die drei Verdächtigen instruiert. Zuvor hatte es im Zusammenhang mit den Ermittlungen mehrere Rücktritte von Politikern und Verhaftungen gegeben. Anfang dieser Woche sind Keith Schembri, Stabschef des maltesischen Premierministers Joseph Muscat, und Tourismusminister Konrad Mizzi zurückgetreten. Wirtschaftsminister Chris Cardona gab ebenfalls bekannt, dass er sein Amt verlässt. Alle drei haben bisher die Beteiligung an dem Fall bestritten. Caruana Galizia wurde am 16. Oktober 2017 in Malta durch eine Autobombe getötet. Der damals 53-Jährige hatte unter anderem Nachforschungen über Korruption bei Regierungs- und Geschäftsleuten in Malta angestellt. Vincent Muscat, der nicht mit dem Premierminister verwandt ist, und seine beiden mutmaßlichen Komplizen, die Brüder Alfred und George Degiorgio, wurden festgenommen und angeklagt.

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