Kostenlose Schulden – Big Finance & Companies jubeln der großzügigen EZB zu

Für die großen Unternehmen gibt es derzeit „paradiesische“ Finanzierungsbedingungen. Sie bekommen das Geld für Schulden derzeit praktisch geschenkt – und für gigantische Deals eingesetzt.
Jeden Tag gibt es statistisch so viele Herzinfarkte wie montags. Auch bei vielen Bankern dürfte der Puls zu Wochenbeginn besonders hoch gewesen sein. Für weltweite Akquisitionen wurde ein Volumen von mehr als 70 Milliarden Dollar (63,5 Milliarden Euro) angekündigt. Bei Fusionen und Übernahmen (engl. Mergers & Acquisitions, kurz M & A) leisten Banker in der Regel viel.
In Übersee hat der Broker Charles Schwab den Konkurrenten TD Ameritrade für 26 Milliarden Dollar (23,6 Milliarden Euro) gefangen. Es ist das größte Buyout der Branche. Auch die Luxusgüterindustrie wartet mit einem der größten Deals der Geschichte auf. Für 16,2 Milliarden US-Dollar (14,7 Milliarden Euro) will LVMH den legendären New Yorker Juwelier Tiffany einbinden. Und der Pharmariese Novartis und der japanische Industrieriese Mitsubishi haben Milliarden von schweren Einkäufen gemacht. Sollte sich die Kaufstimmung der Unternehmen fortsetzen, könnte 2019 zumindest in den USA ein Rekordjahr für Fusionen und Übernahmen werden. Seit Januar wurden 17.546 Deals angekündigt; es fehlen nicht viele, um den rekord des vorjahres auszugleichen, wie die daten des finanzdienstleisters bloomberg belegen. Selbst das Volumen von 2,5 Billionen US-Dollar ist nicht weit von dem Allzeithoch entfernt, das 2015 mit einem Wert von fast drei Billionen US-Dollar markiert wurde.

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