Lufthansa und BASF: Neue Flugzeughaifischhaut für geringeren Treibstoffverbrauch

Lufthansa entwickelt mit BASF eine neue Flugzeughaut. Die Beschichtung soll den Kraftstoffverbrauch senken – und das leicht zerkratzte Umweltbild beider Partner verbessern.
Nach Informationen der Wirtschaftswoche will Spohr diesen Freitag gemeinsam mit dem Chef des Chemiekonzerns BASF Martin Brudermüller eine grundlegende Innovation für die Luftfahrtindustrie darstellen, um eine neue verbrauchsarme Außenhaut für die Jets einzuführen. Das weltweit größte Chemieunternehmen und Europas größte Fluggesellschaft haben gemeinsam eine neue Technologie zur Beschichtung der Flugzeugoberfläche entwickelt. Es arbeitet nach dem Prinzip der Haifischhaut und reduziert dank einer besonders feinen Rillenstruktur die Anzahl der störenden Luftverwirbelungen. Dies sorgt für einen geringeren Luftwiderstand. Dadurch entsteht weniger Fluglärm und der Verbrauch der Maschinen kann um bis zu drei Prozent reduziert werden. Bei der Lufthansa Group wären das rund 20 Millionen Liter Treibstoff weniger pro Jahr. Die Innovation hilft zunächst den Fluggesellschaften. Da die Fluggesellschaften bis zu einem Drittel ihrer Kosten an die Ölgesellschaften überweisen, könnte der Lack den Gewinn um bis zu ein Prozent steigern. Das ist riesig. Immerhin bleiben mit einer Fluggesellschaft mehr als fünf Prozent des Umsatzes als Gewinn. Und etwa die Hälfte aller Unternehmen verdient mehr oder weniger gar nichts.

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