Netzabdeckung ist immer noch mit toten Flecken übersät

Der Digitalverband Bitkom will mit einer interaktiven Karte den Ausbau des Mobilfunknetzes beschleunigen und für mehr Transparenz bei den Problemen sorgen. Darin sind mehr als 1200 Problemstellen vermerkt. “Offizielle Verfahren oder fehlende Standorte für den Bau von Mobilfunksystemen führen zu oft dazu, dass tote Stellen nicht geschlossen werden können”, sagte Bitkom-Chef Bernhard Rohleder am Dienstag. Die größten Hürden bei der Suche nach geeigneten Standorten liegen dementsprechend in einer schleppenden Standortabstimmung, in komplexen Bauanträgen und langwierigen Genehmigungsverfahren, beispielsweise aus Gründen des Bau- und Naturschutzes oder des Denkmalschutzes. Auf der Suche nach einem Standort sei es oft mühsam, Eigentümer zu finden, die ihre Räumlichkeiten oder Gebäude für den Bau eines Funkmasts zur Verfügung stellen, so Rohleder. An mehr als 537 Orten fehlten den Netzbetreibern geeignete Grundstücke oder Gebäude. Darüber hinaus verzögerten sich 285 Expansionsprojekte aufgrund einer schleppenden Standortabstimmung. Der Ausbau der Infrastruktur ist häufig kostenintensiv. Die Standorte müssten also mit Energie versorgt werden. “Nur dann kann ein Bauantrag gestellt werden. Schließlich haben langwierige Genehmigungsverfahren in weiteren 374 Fällen die Expansion gebremst. Hier gibt es Vorlaufzeiten von mehr als drei Jahren. Ziel ist es, den Genehmigungsprozess auf maximal drei Monate zu begrenzen. “Sackgassen können nur mit Radiosendern geschlossen werden.” Eine Möglichkeit wäre, die Verfahren bundesweit digital einzuführen, schlägt Bitkom vor.

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