Umfrage: Optimistische USA, pessimistisches Deutschland

Eine neue Umfrage ergab, dass Amerikaner und Deutsche ihre Partnerschaft aus besonders unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Die Deutschen sind weniger begeistert von den USA – und sehnen sich nach mehr Unabhängigkeit von Washington. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage besteht zwischen den Bürgern in Deutschland und den USA eine Diskrepanz, wenn es um die Wahrnehmung der Beziehungen zwischen den beiden Verbündeten geht. Die Umfrage des Pew Research Center in Washington und der in Hamburg ansässigen gemeinnützigen Körber-Stiftung zeigt, dass die Amerikaner ihre Beziehung zu Deutschland weitaus positiver sehen als die der Deutschen. Drei Viertel der Amerikaner sahen die Beziehung als gut an, während fast zwei Drittel der Deutschen (64%) die Beziehung als schlecht empfanden. Trotz der Meinungsverschiedenheit deuten die jüngsten Daten darauf hin, dass die Ansichten in Deutschland im vergangenen Jahr positiver geworden sind, und der Anteil der Deutschen, die eine gute Beziehung angeben, von 24% im Jahr 2018 auf 34% im Jahr 2019 zugenommen hat. bleibt jedoch negativer als 2017. Für die amerikanischen Befragten war eine positive Bewertung der bilateralen Beziehung auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. In Bezug auf die Außenpolitik gaben die Befragten an, dass eine Partnerschaft zwischen den beiden NATO-Verbündeten wichtig ist, anderen jedoch Vorrang eingeräumt wird. Die Deutschen sagten, Frankreich sei der wichtigste oder zweitwichtigste Partner für die deutsche Außenpolitik (60%), gefolgt von den USA. Die Amerikaner blickten dagegen auf das Vereinigte Königreich (36%) und dann auf China. Deutschland wurde Fünfter. In Bezug auf die Zusammenarbeit bevorzugen jedoch 35% der Deutschen eine geringere Zusammenarbeit zwischen Berlin und Washington. Nur 19% der Amerikaner wollten weniger mit Deutschland zusammenarbeiten.

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