Europa will Mondambitionen demonstrieren

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wird ihr Engagement für die neue Monderkundungswelle zum Ausdruck bringen, wenn die Forschungsminister der Mitgliedstaaten nächste Woche in Sevilla, Spanien, zusammentreffen. Es wird erwartet, dass die Politiker Hunderte von Millionen Euro für die Finanzierung von Technologien bereitstellen, die das von den USA geführte Artemis-Projekt zur Rückkehr der Menschen zum Mond unterstützen. Darin enthalten ist das Geld für die Fertigstellung zweier Antriebs- und Servicemodule, die erforderlich sind, um die Orion-Kapseln der Amerikaner durch den Weltraum zu befördern. Diese Raumschiffe, die an den als Artemis 3 und 4 bekannten NASA-Missionen teilnehmen werden, sollen ab 2024 fliegen. Sie werden Zeuge der ersten Astronauteneinsätze auf der Mondoberfläche seit fast 50 Jahren. Auch die Entwicklungsarbeit für die internationale Mondraumstation Gateway, die von den Ministern des Rates von Sevilla gebilligt werden soll. Europa möchte ein Wohnmodul (Habitation Module, iHab) und eine zweite Mehrzweckeinheit bereitstellen, die den Zugang, das Auftanken und die Kommunikation mit hoher Datenrate zur Mondoberfläche ermöglicht. Diese Einheit, genannt Esprit, würde mit großen Fenstern ausgestattet sein, durch die die Astronauten des Gateways den Robotereinsatz an der Außenseite der Station überwachen könnten, aber auch auf den Mond und zurück zur Erde blicken könnten.

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