CDU-Chef kämpft in der Post-Merkel-Ära um Parteizukunft

“Die Zukunft steht noch nicht fest, sie liegt in unseren Händen”, sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in einer mitreißenden Rede. Der diesjährige Parteitag findet inmitten der Unterstützung der Tanks statt, während die Partei für ihre Vision nach Merkel kämpft. Annegret Kramp-Karrenbauer, die Vorsitzende der regierenden deutschen Christdemokraten (CDU), hielt eine mit Spannung erwartete Rede, als sie am Freitag um die Verteidigung ihres Postens kämpfte. Rund 1.000 CDU-Mitglieder haben sich in der Oststadt Leipzig zu ihrem jährlichen Parteikongress versammelt, der von sinkender Unterstützung in Meinungsumfragen und mehreren schlechten Ergebnissen der Landtagswahlen geprägt ist. Die CDU steht am Scheideweg und bereitet sich auf eine Zukunft ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, die bis 2021 nicht zur Wiederwahl kandidieren wird. Der derzeitige Parteichef Kramp-Karrenbauer gilt als möglicher Nachfolger von Merkel, ist aber in den Umfragen und in Schwierigkeiten geraten auch innerhalb der Partei die Unterstützung zu verlieren. Sie steht vor der Herausforderung des Rivalen Friedrich Merz, hat aber noch ein Jahr vor sich. Die Partei leidet auch unter einem Einheitsproblem, da die konservativeren und zentristischeren Lager der Partei um die Kontrolle über die zukünftige Ausrichtung der Partei kämpfen. Die Parteimitglieder werden auch eine Reihe von Fragen erörtern, darunter die Rolle, die das chinesische Unternehmen Huawei beim Aufbau des künftigen deutschen 5G-Netzwerks spielen könnte, ein Kopftuchverbot für junge Mädchen, die Frage, ob deutsche Flaggen außerhalb der Schulen fliegen sollten, sowie eine mögliche Überarbeitung die Pläne der Bundesregierung für eine Grundrente.

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