Politische Werbung: Google ändert seine Regeln

Google von Alphabet Inc. wird es Werbetreibenden nicht mehr ermöglichen, Wahlwerbung mit Daten wie öffentlichen Wählerdaten und allgemeinen politischen Beziehungen gezielt zu schalten, teilte das Unternehmen in einem Blogbeitrag mit. Der Schritt kommt daher, dass Social-Media-Plattformen vor den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 unter Druck geraten, politische Werbung zu betreiben. Der Social-Media-Riese Facebook Inc. wurde von Gesetzgebern und Aufsichtsbehörden kritisiert, weil er beschlossen hatte, von Politikern betriebene Fact-Check-Anzeigen nicht zu überprüfen seine Plattform, während Twitter beschlossen hat, politische Anzeigen zu verbieten. Google hat am Mittwoch angekündigt, die Zielgruppenausrichtung für Wahlwerbung auf das Alter, das Geschlecht und den allgemeinen Standort auf Postleitzahlebene zu beschränken. Zuvor konnten verifizierte politische Werbetreibende Anzeigen auch mit Daten ausrichten, z. B. ob die Nutzer links, rechts oder unabhängig waren. Laut Google können politische Werbetreibende weiterhin kontextbezogene Anzeigen schalten, beispielsweise Anzeigen an Personen, die eine bestimmte Geschichte lesen oder ein bestimmtes Video ansehen. Das Unternehmen wird innerhalb einer Woche vor den Parlamentswahlen im Vereinigten Königreich mit der Umsetzung des neuen Konzepts beginnen. Die Umsetzung in der Europäischen Union soll Ende des Jahres und in der übrigen Welt beginnen ab dem 6. Januar 2020. “Angesichts der jüngsten Bedenken und Debatten über politische Werbung und der Bedeutung des gemeinsamen Vertrauens in den demokratischen Prozess möchten wir das Vertrauen der Wähler in die politischen Anzeigen verbessern, die sie auf unseren Anzeigenplattformen sehen können”, so Scott Spencer , Vize-Präsident für Produktmanagement bei Google Ads, teilte der Blogbeitrag mit. Google fügte seiner Politik der falschen Darstellung Beispiele hinzu, um zu zeigen, dass es keine falschen Behauptungen über Wahlergebnisse oder die Eignung politischer Kandidaten zulässt. Im vergangenen Monat lehnte Google es ab, eine von Donald Trumps betriebene Wiederwahlkampagne für den YouTube-Video-Streaming-Dienst einzustellen. Die Kampagne des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden enthielt falsche Behauptungen. Eine Google-Sprecherin teilte Reuters am Mittwoch mit, dass das Video nach den aktualisierten Richtlinien weiterhin zulässig sei. Google fügte auch Beispiele zu seinen Werberichtlinien hinzu, um klarzustellen, dass manipulierte und manipulierte Medien verboten sind.

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