Gerichtsprozess gegen rechtsextremen Soldaten hat begonnen

Franco A. gab sich als syrischer Flüchtling aus, um angeblich einen Terroranschlag zu orchestrieren, von dem er hoffte, er würde mit islamistischem Extremismus verwechselt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis. Der in Ungnade gefallene deutsche Armeeoffizier Franco A. soll wegen der Vorbereitung eines rechtsextremen Terroranschlags vor Gericht gestellt werden, teilte ein Sprecher des Bundesgerichts am Dienstag mit. Der 29-Jährige war 2017 monatelang im Gefängnis, aber ein unteres Landgericht in Frankfurt hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. Die Bundesanwaltschaft verfolgte den Fall jedoch weiter und nun hat das Obergericht zugestimmt, den Fall anzuhören. Franco A. wurde zum ersten Mal im April 2017 verhaftet und sechs Monate lang inhaftiert, während die Ermittler seinen mutmaßlichen Plan auf Mitte-Links-Politiker wie Außenminister Heiko Maas und die bekannte Politikerin der Grünen, Claudia Roth, sowie die Menschenrechtsaktivistin Anetta Kahane untersuchten. Zu diesem Zweck gab er sich als syrischer Flüchtling aus und ließ sich bei den Behörden als solcher registrieren, in der Hoffnung, dass sein Angriff mit islamistischem Extremismus verwechselt würde. Berichten zufolge fand die Polizei ein halbautomatisches G3-Gewehr, Pistolen, mehr als 1.000 Schuss Munition und 50 Sprengsätze, die der Verdächtige beschafft hatte. Er wird auch beschuldigt, Militärwaffen gestohlen zu haben.

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