Hongkong: Trauer schlägt teils in Gewalt um

Neben friedlichen Gedenkveranstaltungen kam es auch wieder zu gewalttätigen Protesten. In verschiedenen Stadtteilen der ehemaligen britischen Kolonie haben einzelne Demonstranten Straßensperren errichtet, sie legten Feuer und verwüsteten Läden, die sie mit Festlandchina in Verbindung bringen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Aktivisten vor. Im Stadtteil Yau Ma Tei gab ein Polizist nach Informationen der Zeitung “South China Morning Post” Warnschüsse mit scharfer Munition ab. Noch immer ist unklar, was in der Nacht von Sonntag auf Montag in dem Parkhaus genau passiert ist. Viele Pro-Demokratie-Aktivisten beschuldigen die Polizei, am Tod des 22-Jährigen schuld zu sein. Polizisten setzten zur Zeit des Vorfalls in der Nähe des Unglücksortes massiv Tränengas ein, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Polizei weist jegliche Verantwortung von sich, versprach aber Aufklärung. Unklar ist auch weiterhin, warum die Rettungskräfte länger brauchten als sonst, um zum Unfallort zu gelangen. Die chinesische Sonderverwaltungsregion kommt seit Monaten nicht zur Ruhe.

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