Protest gegen Garzweiler

In Nordrhein-Westfalen will der Energiekonzern RWE für den Braunkohletagebau Garzweiler innerhalb der nächsten Jahre ganze Dörfer abreißen. Anwohner der Orte im Rheinischen Revier wehren sich jedoch seit geraumer Zeit gegen das Vorhaben. Die Bürgerinitiative „Alle Dörfer bleiben“ lud daher erneut zu einem Dorfspaziergang durch den Umsiedlungsort Keyenberg ein. Etwa 800 Menschen kamen am Sonntag, darunter Aktivisten von Extinction Rebellion, Ende Gelände und Fridays for Future. Mit dabei: die Seenotretterin und Klimaaktivistin Carola Rackete. Die Braunkohleverstromung trage zum Klimawandel bei und damit zu Fluchtursachen wie Dürre, Überschwemmungen und Wirbelstürmen, so ihre Kritik. Schon jetzt vernichteten Auswirkungen des Klimawandels Lebensgrundlagen von vielen Menschen. Allein im Oktober seien in Afrika Hunderttausende nach Überschwemmungen auf der Flucht gewesen. „Wir müssen mit der Verfeuerung von Braunkohle sofort aufhören“, ist Racketes Forderung. Es sei falsch, fossile Brennstoffe weiterhin zu nutzen und dafür sogar Bewohner aus ihren Häusern zu vertreiben.

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