Lehrermangel in Deutschland

Die Kritik fiel hart und pauschal aus: Die Kultusministerien hätten sich verrechnet und dadurch den Lehrermangel verursacht. Im September legten die Bildungsforscher Klaus Klemm und Dirk Zorn im Namen der Bertelsmann-Stiftung eine Studie vor, die zeigte: Der Lehrermangel wird deutlich größer, als von der Konferenz der Kultusminister (KMK) bisher angenommen. Der Grund: Die KMK habe mit einer alten Bevölkerungshochrechnung des Statistischen Bundesamtes gearbeitet, die Bildungsforscher mit der neuesten. Und die liegt deutlich höher als das, was die KMK an “zukünftigen Schülern” in ihre Berechnungen einbezieht. Das musste letztlich auch deren Präsident Alexander Lorz, Kultusminister von Hessen, eingestehen: Die Wissenschaftler seien ihnen zuvorgekommen, man gehe mittlerweile von ähnlichen Zahlen aus. Das heißt: Die Prognose von Zorn und Klemm, dass bis 2025 nicht nur 15.300 Grundschullehrer deutschlandweit fehlen, sondern gar 26.300, wird auch nach Ansicht der KMK zutreffen.

Facebook
Twitter