Wahl in Spanien: Politische Lage bleibt verzwickt

Das Katalonien-Thema prägte diesen Wahlkampf wie kein anderes sonst. Ministerpräsident Sánchez von den Sozialisten gelang es nicht, sich dementsprechend zu positionieren, um einen Stimmenzuwachs zu erreichen. Sogar im Gegenteil: Sánchez‘ Partei büßt bei dieser Wahl leicht an Zustimmung ein, erreicht 28 Prozent, was 120 Parlamentssitzen entspricht – drei weniger als zuvor. Doch die sozialistische Partei bleibt stärkste Kraft, Sánchez sieht sich auch als den künftigen Ministerpräsidenten. Wie er jedoch regieren will, bleibt am Abend unklar. Von der absoluten Mehrheit ist er jedenfalls weit entfernt. Und ein Bündnis aus linken Parteien kommt auch nicht auf genügend Sitze im Parlament. “Ich möchte alle Parteien dazu aufrufen, verantwortungsvoll zu sein, um die politische Blockade in Spanien zu lösen”, so Sánchez vor seinen Anhängern. Das könnte bedeuten: Konservative Kräfte sollen Sánchez dazu verhelfen, ins Amt zu kommen. Rein rechnerisch wäre eine große Koalition möglich, nach deutschem Vorbild. Doch die konservative Volkspartei und die Sozialisten schlossen ein solches Bündnis vor der Wahl aus.

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