Bolivianischer Präsident tritt zurück

Boliviens Staatschef hat sein Amt aufgegeben. Nach heftigen Protesten wegen möglicher Wahlfälschung hatten ihm die Sicherheitskräfte die Unterstützung entzogen. Morales sprach von einem “bürgerlichen Staatsstreich.” Drei Wochen nach der umstrittenen Wahl ist Boliviens Präsident Evo Morales zurückgetreten. In einer kurzen Fernsehansprache begründete er das mit der zunehmenden Gewalt gegen seine Anhänger. “Ich habe beschlossen, mein Amt niederzulegen. Und warum habe ich mich zum Rücktritt entschlossen? Damit die Anführer der Opposition aufhören, meine Brüder zu verfolgen”, so der Politiker. Zuvor hatten Demonstranten das Wohnhaus von Bergbauminister César Navarro in Brand gesteckt. Doch letztlich brachten wohl andere Entwicklungen die Entscheidung. Der Linkspopulist Evo Morales hat Bolivien 13 Jahre fast unangefochten regiert – doch in den letzten Tagen konnte man zusehen, wie ihm die Macht nach und nach entgleitet.

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