Arbeiteten saudische Spione für Twitter?

Das US-Justizministerium wirft zwei früheren Mitarbeitern von Twitter vor, für Saudi-Arabien Spionage betrieben zu haben. Demnach sollten die zwei Männer Riad-kritische Stimmen in den USA überwachen. Das US-Justizministerium wirft zwei Twitter-Mitarbeitern in San Francisco vor, für Saudi-Arabien spioniert zu haben. Sie sollen sich Zugriff auf Tausende Twitter-Konten verschafft haben, um so an Daten von Nutzern zu gelangen, die dem saudischen Regime gegenüber eine kritische Haltung einnehmen. Mit einer Designer-Uhr sowie hunderttausenden von Dollar sollen die von Riad rekrutierten Twitter-Mitarbeiter belohnt worden sein, die in Geheimkonten geparkt worden seien. Vor fünf Jahren sollen die Agenten angeworben worden sein. Gemäß Angaben der US-Staatsanwaltschaft unterstreicht der Fall, dass das saudische Regime nach wie vor Bestrebungen zeige, kritische Stimmen auch im Ausland kontrollieren zu wollen. US-Staatsanwalt David Anderson bekundete, man werde unter keinen Umständen zulassen, dass US-amerikanische Unternehmen oder Technologien zum Zwecke ausländischer Repression instrumentalisiert würden.

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