Wegen falscher Beratung: Hohe Schäden in Familienbetrieben

Petra Kropf und ihr heute 30-jähriger Sohn Stefan erinnern sich an den verhängnisvollen Besuch vor etwa vier Jahren: “Wir dachten erst, das ist ein Kunde, der in den Laden kommt”. Doch der vermeintliche Kunde in ihrem kleinen Elektroladen in der Nähe von Lörrach ist ein Versicherungsberater. Und was er ihnen rät, das klingt für Petra und Stefan Kropf erst einmal gar nicht so schlecht. Für angestellte Familienmitglieder gebe es angeblich eine Möglichkeit, mit welcher sie sich von der Sozialversicherungspflicht befreien lassen könnten – so erklärt es der Berater der Stuttgarter Agentur Avens AG ihnen damals. Die damit freigesetzten Lohnbeiträge könne Stefan dann z.B. in eine wesentlich rentablere private Altersvorsorge stecken. Die entscheidende Frage sei demnach nur, ob Stefan Kropf wie ein Selbständiger im Laden seiner Eltern arbeiten würde.

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