Irans Uran-Anreicherung – eine kalkulierte Eskalation?

Iran gibt es Gas – im doppelten Sinne des Wortes. Es ist bereits der zweite Verstoß gegen das Atomabkommen innerhalb von drei Tagen. Am Montag hatte der Chef der nationalen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, angekündigt, mehr und bessere Zentrifugen zur Urananreicherung einzusetzen als erlaubt. Dann legte Präsident Rohani nach. Von nun an soll wieder Uran-Gas in die Zentrifugen in der Atomanlage Fordo geleitet werden: “Im Atomabkommen haben wir zugestimmt, diese Zentrifugen in Fordo zu behalten, aber sie nicht mit Gas zu befüllen. Wir werden damit beginnen, wieder Gas einzuspritzen.” Das gasförmige Uranhexafluorid wird in die rotierenden Zylinder der Zentrifugen eingeleitet und ermöglicht, dass sich bei hoher Drehgeschwindigkeit die schweren und die leichten Moleküle trennen und die Isotope getrennt entnommen werden können. Rohani sagte, der Iran habe die Internationale Atomenergiebehörde in Wien über diesen Schritt informiert: “Mit Blick auf Fordo und die Zentrifugen sind wir uns der Sensibilität dieses Themas bewusst. Aber wir können nicht einfach zuschauen und unsere Zusagen weiterhin erfüllen, während sie es nicht tun.”

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