Aussage von US-Botschafter belastet Trump

Es geht um die Frage, ob US-Präsident Donald Trump Militärhilfe in Millionenhöhe zurückhalten ließ, um so Ermittlungen gegen seinen politischen Konkurrenten Joe Biden und dessen Sohn Hunter wegen angeblicher Korruption zu erzwingen. Bei seiner Vernehmung Mitte Oktober hinter verschlossenen Türen hatte der Trumps Botschafter für die EU, Gordan Sondland, noch erklärt, das wisse er nicht. Doch jetzt erinnert er sich auf einmal an ein wichtiges Gespräch. Es fand Anfang September, am Rande eines Treffens zwischen US-Vizepräsident Mike Pence und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in Polen statt. Dort habe er, Sondland, zu einem Berater des ukrainischen Präsidenten gesagt: Die Hilfe werde nicht kommen, solange die Ukraine nicht die von US-Seite gewünschte öffentliche Erklärung zur Korruptionsbekämpfung abgebe und Ermittlungen gegen den ukrainischen Gaskonzern Burisma aufnehme. Hunter Biden hatte für diesen Konzern gearbeitet hatte. So steht es in der knapp fünfseitigen Erklärung, die Sondland jetzt nachgereicht hat.

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