Merkel gedenkt der NSU-Opfer in Zwickau

Kanzlerin Merkel besuchte in Zwickau eine neue Gedenkstätte für die Opfer des NSU. Rechte Demonstranten störten den Moment mit skandierenden “Merkel muss weg”-Parolen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Zwickau der zehn Mordopfer des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) gedacht. Zusammen mit dem Ministerpräsident des Landes Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), legte sie weiße Rosen vor die Bäume, die an dem neuen Gedenkort an die von der rechtsterroristischen Gruppe ermordeten Menschen der Erinnerung dienen soll. Zum Besuch am achten Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU wurde von Merkel betont, die Bundesregierung ” werde alles tun, damit sich solche Dinge nicht wiederholen”. Die Kanzlerin war in der Vergangenheit oftmals für ihren Umgang mit den Angehörigen der NSU-Opfer heftiger Kritik ausgesetzt. Merkel erklärte an dem Gedenkort im Zwickauer Schwanenteichpark, Angehörige der Ermordeten dürften “nicht immer als Opferfamilien dargestellt” werden, damit sie “wieder ein gutes Leben in Deutschland führen können, so wie wir das alle wollen”. Dafür müsse zunächst einmal der Staat sorgen, machte die Kanzlerin deutlich.

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