Ukraine-Affäre: Ex-Botschafterin fühlte sich offenbar bedroht

“Die amerikanische Öffentlichkeit soll sich selbst ein Bild machen”, so begründete der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, der Demokrat Adam Schiff, die Veröffentlichung der ersten Mitschriften von Zeugenaussagen. Damit folgen die Demokraten einer Aufforderung der Republikaner, die Aussagen nicht länger geheim zu halten. Allerdings belasten die jetzt veröffentlichten Mitschriften Präsident Donald Trump noch stärker als dies schon jetzt der Fall war. So schilderte die plötzlich abberufene US-Botschafterin in der Ukraine, Marie Yovanovitch, dass sie Opfer einer Schmutzkampagne wurde – betrieben von Trumps persönlichem Anwalt Rudy Giuliani und zwielichtigen ukrainischen Geschäftsleuten. Von ukrainischen Beamten sei sie vorgewarnt worden, dass Giuliani und das Weiße Haus ihr schaden wollten, weil sie angeblich Trump gegenüber illoyal sei. Dagegen versicherte Yovanovitch in ihrer Aussage im Geheimdienstausschuss, sie habe niemals Botschaftsmitarbeiter aufgefordert, die Anweisungen des Präsidenten zu ignorieren.

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