365-Euro-Jahresticket – Wien will Pendlern das Auto abgewöhnen

In München müssen Pendler bis zu 700 Euro für ein Jahresticket berappen. In Wien kostet ein vergleichbares Abo für den Nahverkehr nur 365 Euro. Die Stadt lässt sich diesen Tarif einiges kosten.
Mit der U-Bahn fahren – das Auto stehen lassen. Was im Werbespot der Wiener Linien im Sound der Neuen Deutschen Welle verpackt ist, ist für viele Menschen in der Stadt Realität. Denn die meisten Wiener sind mit ihren Verkehrsbetrieben sehr zufrieden. Dieser Student fasst zusammen, was viele in der Stadt denken. Er findet es sehr gut, “dass man in Wien von jedem Punkt zu jedem anderen Punkt kommt ohne Probleme durch die öffentlichen Verkehrsmittel und dass man nicht auf das Auto angewiesen ist”. In Umfragen zeigen sich laut Wiener Linien bis zu 99 Prozent der befragten Fahrgäste zufrieden mit dem Angebot. Und auch bei den Fahrgästen der U-Bahn-Linie 1, die gerade am Wiener Stephansdom um- und aussteigen, fällt das Urteil fast unisono aus: “Großes Lob.” Es ist zum einen der sehr günstige Preis für das Jahresticket, der die Wiener Linien so attraktiv macht. Seit 2012 kostet es für das gesamte Stadtgebiet 365 Euro. Also einen Euro für jeden Tag, wie es im griffigen Werbeslogan des Unternehmens heißt.

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