Tagungsort für UN-Klimagipfel: Madrid

Nach der Absage Chiles für die Weltklimakonferenz im Dezember hat Madrid sich als Austragungsort angeboten. Die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, begrüßte den Vorstoß der spanischen Regierung. Damit könne die Konferenz wie geplant vom 2. bis 13. Dezember stattfinden, teilte sie mit. Man hoffe, dass das zuständige UN-Gremium diesen Vorschlag so bald wie möglich prüfe. Dies könnte bereits am Freitag im Zuge einer Dringlichkeitssitzung geschehen, meldete die Nachrichtenagentur dpa. Die chilenische Regierung hatte überraschend am Donnerstag die Konferenz in Santiago de Chile abgesagt. Sie begründete dies mit den anhaltenden Protesten im Land. Bei den regierungskritischen Massenprotesten gab es bereits Tote, Verletzte und Tausende Festnahmen. Auch der vor der Klimakonferenz geplante Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) wurde gestrichen. Das Bundesumweltministerium zeigte sich erleichtert. Als möglicher Ersatztagungsort war Bonn ins Gespräch gebracht worden. Dort hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz und vor zwei Jahren war die nordrhein-westfälische Stadt bereits für Gastgeber Fidschi eingesprungen. Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte nach der Ankündigung aus Spanien: “In Bonn wäre das so kurzfristig logistisch nicht möglich gewesen.”

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