Nordsyrien: Assad lehnt deutschen Vorschlag ab

Der Vorstoß von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer für eine internationale Sicherheitszone in Nordsyrien stößt bisher auf wenig positives Echo. Nun hat auch Syriens Präsident Assad klar gemacht, was er von der Idee hält. Der syrische Präsident Baschar al-Assad lehnt den Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine internationale Sicherheitszone im Norden des Landes ab. Bei dem Vorschlag sei es darum gegangen, die Sicherheit in der Region unter internationaler Schirmherrschaft wiederherzustellen, sagte Assad in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen. Seiner Ansicht nach hätte dies den Status verfestigt, dass das Gebiet außerhalb der Kontrolle des syrischen Staates liege und das Land geteilt sei. Dagegen lobte Assad das Abkommen Russlands und der Türkei zum Abzug der kurdischen YPG-Miliz aus diesem Gebiet. Die Vereinbarung könne Syrien dabei helfen, sein Ziel schlussendlich zu erreichen, den von Kurden kontrollierten Nordosten des Landes wieder unter Staatsgewalt bringen, sagte er.

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