Parteiinterne Kritik – selbstzerstörerisch für die CDU?

Die CDU neigt in der Regel nicht dazu, ihr Führungspersonal öffentlich infrage zu stellen – anders als etwa die SPD. Insofern ist es schon bemerkenswert, was da gerade bei den Christdemokraten passiert. Doch nach dem Thüringen-Debakel ist auch bei ihnen nichts mehr so wie zuvor. Die angeschlagene Parteichefin muss um ihre Autorität kämpfen, auch Kanzlerin Angela Merkel steht ob ihres Führungsstils in der Kritik ehemaliger CDU-Granden, die von der Seitenlinie aus ihre Chancen sehen. Es handele sich um eine Debatte, “die von älteren Männern geführt wird, die vielleicht nicht ihre Karriereziele in ihrem Leben erreicht haben”, ätzte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther vor allem in Richtung des ehemaligen Unionsfraktionschefs Friedrich Merz. Der hatte die Personaldebatte losgetreten, Roland Koch meldete sich ebenfalls zu Wort, weitere Konservative in der Partei stimmten ein.

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