Abtreibungsverbot blockiert durch US-Gericht in Alabama

Keine Abtreibung, nicht einmal nach einer Vergewaltigung oder Inzest – dieses geplante Gesetz im US-Bundesstaat Alabama ist vorerst gestoppt worden. Die Abtreibungsgegner taktieren jedoch langfristiger. Fünf Monate nachdem der Senat von Alabama ein Gesetz verabschiedet hat, das Abtreibungen in dem US-Bundesstaat in fast allen Fällen verbieten würde, ist das Vorhaben gestoppt worden. Ein Bundesgericht in Montgomery erließ eine einstweilige Verfügung, um das für Mitte November vorgesehene Inkrafttreten der umstrittenen Neuregelung zu verhindern. Das geplante Gesetz hatte weltweit für hitzige Diskussionen gesorgt. Das Abtreibungsverbot wäre innerhalb der USA das mit Abstand schärfste. Es sieht Haftstrafen von bis zu 99 Jahren für Ärzte vor, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen. Strafbar wären demnach auch Abtreibungen nach Vergewaltigung oder Inzest. Ausgenommen wären nur Fälle, in denen eine Abtreibung notwendig ist, “um eine ernste Gesundheitsgefahr für die Mutter des ungeborenen Kindes zu verhindern”.

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