Linksruck in Argentinien

Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise steht Argentinien vor einem Machtwechsel: Alberto Fernández löst den wirtschaftsliberalen Mauricio Macri ab. Fernandez kam auf gut 48 Prozent der Stimmen. Nach argentinischem Wahlrecht reicht das für einen Sieg im ersten Wahlgang, ohne Stichwahl.
Damit steht Argentinien vor einem Linksruck: Der gewählte Präsident kündigte eine Politikwende an. “Wir fangen heute an, eine neue Seite aufzuschlagen, die alte zu vergessen und eine neue Geschichte zu schreiben”, sagte Fernández nach der Wahl. Die Macht liege jetzt nicht mehr in der Macht der Reichen, sondern in der Hand der Argentinier, rief Fernández seinen Anhängern zu. Er versprach ihnen “ein neues Land”. In Buenos Aires feierten Tausende Menschen auf der Prachtstraße Avenida Corrientes dieses Versprechen. Auch wenn bislang noch unklar ist, wie Fernández Argentinien aus der schweren Krise steuern will, die das Land erleidet denn konkrete Aussagen in Sachen Wirtschaftspolitik hat er bisher vermieden.

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