Landtagswahl in Thüringen – dunkelrot/schwarze Koalition schwierig

Ramelows Linke ist klare Wahlsiegerin, aber Thüringen steht vor einem Dilemma. Keine der klassischen Konstellationen ergibt eine stabile Mehrheit. Rot-Rot-Grün? Vier Stimmen unter der absoluten Mehrheit. Jamaika? Nicht ausreichend. Groko? Vielleicht, bei farblicher Neuinterpretation des Begriffs. Die Linkspartei von Ramelow und die Thüringer CDU – wäre das nicht die erste ostdeutsche Groko? Die Linke in Thüringen traut Mohring nicht so recht. Er sei ein Spieler heißt es, ein Zocker. Man könne mit ihm nicht seriös verhandeln. Es gehe ihm nicht um Inhalte, sondern lediglich um sich selbst. Selbes Motiv vermutet man auch hinter seiner aktuellen Offerte. Mohring will sich retten – zur Not wohl auch in eine Koalition mit der Linken. Am Montagmorgen erklärte er noch vor der wöchentlichen Präsidiumssitzung in Berlin: „Mir sind stabile Verhältnisse wichtiger für das Land, als dass es nur um parteipolitische Interessen geht.“

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