Ex-SPD-Chef neuer Autolobbyist?

Noch vor anderthalb Jahren hatte Sigmar Gabriel einen Wechsel in die Lobbyarbeit ausgeschlossen. „Man soll nicht an Türen klopfen, hinter denen man selbst gesessen hat“, hatte der SPD-Politiker gesagt. Wenige Monate zuvor war er von seinem Amt als Außenminister ausgeschieden. Nun verdichten sich Anzeichen, dass er zum Präsidenten des einflussreichsten Lobbyverbands Deutschlands überhaupt ernannt werden könnte – des mächtigen Verbands der Automobilindustrie (VDA). Zumindest berichtet dies die Bild am Sonntag und zitiert ihre Quelle „sollten keine unüberbrückbaren Differenzen mit Gabriel auftreten, wird er der neue Präsident“. Gabriel sei zu 99 Prozent sicher, sagte zudem ein anderer Topmanager. Allerdings wird der VDA-Chefposten gern an regierungsnahe Personen vergeben. Und angesichts mieserabler Umfrageergebnisse wird das Ausscheiden der SPD aus der Großen Koalition immer wahrscheinlicher. Einige VDA-Mitglieder sprechen sich daher für die ehemalige Staatsministerin im Kanzleramt Hildegard Müller aus. Sie hat ein CDU-Parteibuch.

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