Uranzug unterwegs nach Russland

Aus Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage (UAA) im münsterländischen Gronau nahe der niederländischen Grenze soll schon an diesem Montag ein weiterer Atomtransport nach Russland rollen. „Wir rufen zu Mahnwachen auf, nachdem der Sprecher des Urananreicherers Urenco, Chris Breuer, gegenüber dem WDR die Abfahrt eines neuen Uranmüllzugs bestätigt hat“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Aller Voraussicht nach beladen mit 600 Tonnen radioaktivem und hochgiftigen Uranhexafluorid, dürfte der Zug einmal mehr mitten durch Münster rollen – direkt vorbei am Fenster des Wahlkreisbüros der amtierenden Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Zukünftig wird die Route höchstwahrscheinlich über Hamm und Oberhausen mitten durch das von Millionen Menschen bewohnte Ruhrgebiet führen. Enden dürfte der Zugtransport dann im Amsterdammer Hafen.

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