US-Aktion gegen IS-Führer Baghdadi

IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ist tot – und Donald Trump bejubelt den Erfolg, für den er grünes Licht gegeben hatte. Dabei wirft der Einsatz Fragen auf: Welche Rolle etwa spielte Russland? Und warum verrät der US-Präsident heikle Details des Zugriffs? Der Tod des Terroristen reißt bei Marsha Mueller alte Wunden auf. Die US-Entwicklungshelferin Kayla Mueller – ihre Tochter – war 2013 von Baghdadis Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) entführt worden. Nach 18 Monaten Geiselhaft starb sie unter ungeklärten Umständen und bis heute konnte ihre Leiche nicht gefunden werden. “Wo ist Kayla?”, fragte Marsha Mueller, die mit ihrem Mann Carl in Arizona lebt, in einer Lokalzeitung am Sonntag, nachdem Baghdadi bei einem US-Einsatz in Nordsyrien ausgeschaltet worden war. “Ich hoffe, dass wir nun endlich die Antworten bekommen, die wir immer suchten.” Das US-Spezialkommando gab seiner dramatischen Nachtaktion den Decknamen “Operation Kayla Mueller”, ein schwacher, symbolischer Trost für die Muellers. Baghdadi war der meistgesuchte Terrorist der Welt.

Facebook
Twitter