Verleumderische Gerüchte über Flüchtlinge – MDR überdenkt Zusammenarbeit mit Komiker Uwe Steimle

Der umstrittene Kabarettist Uwe Steimle muss um seine Auftritte im Mitteldeutschen Rundfunk fürchten. Der MDR will offenbar seine Zusammenarbeit mit dem Komiker überdenken, wie der “Spiegel” berichtet. Grund dafür sind politisch kontroverse Äußerungen. Unter anderem habe er in seiner Sendung “Steimles Welt” verleumderische Gerüchte über Flüchtlinge verbreitet und in seinem Bühnenprogramm die rechte Terrorzelle “Revolution Chemnitz” mit der Olsenbande verglichen. Wie die Programmdirektion des MDR dem “Spiegel” sagt, würden die Redaktionen derzeit „den Bereich Kabarett und Satire neu aufstellen.“ Gut möglich also, dass Steimle seine Anstellung beim MDR verliert. Steimle weiß selbst offenbar von nichts. „Mit mir hat keiner geredet, im Gegenteil. Ich habe fürs kommende Jahr vier bestätigte Sendetermine. Dabei geht es unter anderem um die Druschba-Trasse“, sagte der Dresdner zur “Bild”. Die kontroversen Äußerungen sind keineswegs neu. Im vergangenen Jahr hatte Steimle mit der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ gesprochen und dabei Parolen von sich gegeben, die dem MDR gar nicht gefielen. Unter anderem hatte er damals gesagt, Deutschland sei ein von den USA besetztes Land und der öffentlich-rechtliche Rundfunk verbreite gesteuerte Propaganda. Der MDR wollte die Aussagen prüfen.

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