Klimawandel macht El Niño zur Bestie – Forscher sehen dramatische Veränderung

El Niño-Phänomene kommen alle paar Jahre vor und führen zu einer Erwärmung des tropischen Pazifischen Ozean – und tritt das Wetterphänomen auf, dann zieht es Wetterextreme auf der ganzen Welt nach sich. Nun zeigt eine neue Studie: Der El Niño wird sich durch den Klimawandel noch verstärken.
El Niño ist ein natürliches Wetterphänomen in Südamerika, das im Abstand von zwei bis sieben Jahren regelmäßig im pazifischen Ozean auftritt. Durch sehr schnelle Veränderung der Winde um den Äquator, heizt sich das Meerwasser dort enorm schnell auf. Naturkatastrophen wie Stürme und Dürren sind die Folge. El Niño ist Spanisch und bedeutet Christkind. Denn das Wetterphänomen tritt zumeist um die Weihnachtszeit auf.
Forscher der Universität Hawaii haben jetzt in einer Studie 33 El-Niños aus den vergangenen Jahrzehnten untersucht. Dabei haben sie starke Veränderungen festgestellt.
Vor den 1970er Jahren trat das Wetterphänomen meistens im östlichen Pazifik im Bereich des Äquators auf. Seitdem kommt El Niño allerdings immer weiter in Richtung Asien im westlichen Teil des Pazifiks vor. Außerdem haben die Forscher herausgefunden, dass das Wetterphänomen immer intensiver wird. Die Wassertemperatur steige an und daraus resultierende Folgen würden eine gar weitaus kritischere Lage ergeben.
Die Klimaforscher befürchten, die Klimakrise könnte die Auswirkungen von El Niño noch weiter verstärken, da der Klimawandel unbestritten die Wassertemperatur der Weltmeere zusätzlich aufheizt.
„Immer häufigere und stärkere El Niños werden weitreichende sozioökonomische Konsequenzen haben“, warnt Professor Bin Wang von der Universität Hawaii – Autor der Studie und Atmosphärenforscher. Seine Studien zeigen, dass nach 1970 vier von fünf sehr extremen El Niños in immer kürzeren Abständen auftraten.

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