Die Grünen, Verbotspartei – ja oder nein?

Früher galten die Grünen als Verbotspartei – beispielsweise wollten sie Zigarettenautomaten in der Öffentlichkeit und Fleisch aus Kantinen verbannen. In den vergangen Jahren versuchte die Partei, diesen Ruf loszuwerden. Doch die Realität sieht offenbar anders aus, wie eine neue Untersuchung der Verbotsanträge im Bundestag zeigt.
Fraktionschefin Karin Göring-Eckhardt erklärte etwa, ihre Partei wolle „radikal realistische Forderungen“ stellen. Parteichef Habeck sagte kürzlich, dass sie keine „Dagegen-Partei“, sondern eine „Gestaltungspartei“ seien.
Doch die Realität sieht offenbar anders aus: nach Recherchen der „Welt“, welche die Anträge der Parteien im Bundestag untersuchte und zum Ergebnis kam, dass die Grünen nach wie vor allerlei abschaffen wollen. In 26 von 367 Anträgen fordern die Grünen Verbote. Dies entspricht einer Quote von sieben Prozent. Mikroplastik, Fracking und Ölheizungen finden sich unter jenen Elementen, die aus Sicht der Partei unter ein gesetzliches Verbot fallen sollten.

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